Raum für Sein: Die Kraft der inneren Stille
- Martina Ertl
- Jan 16
- 2 min read
Updated: Feb 19
Warum Raum für Sein wichtig ist
Wir leben in einer Zeit, in der vieles gleichzeitig geschieht. Oft bleibt kaum Raum, um innezuhalten. Neue Anforderungen, Entscheidungen oder Erwartungen tauchen ständig auf. Hast du dich auch schon einmal gefragt, wie es weitergeht, während du innerlich noch damit beschäftigt bist, zu spüren, was überhaupt stimmig ist?
Ich habe in meiner Konzernrolle oft funktioniert, reagiert und Verantwortung getragen. Dabei habe ich langsam den Kontakt zu mir selbst verloren. Nicht abrupt, sondern leise, im Alltag, zwischen Terminen und Ansprüchen. Der Versuch, allem gerecht zu werden und sich keine Fehler zu erlauben, kann überwältigend sein.
Der Mangel an Raum
Was dann fehlt, ist selten ein weiterer Impuls von außen. Was fehlt, ist Raum. Ein Raum für Sein ist kein Ort der Leistung. Es ist ein Raum der Wahrnehmung. Hier muss nichts optimiert oder gelöst werden. Du darfst einfach mit dem sein, was gerade in dir lebendig ist. Auch wenn es unklar, widersprüchlich oder schmerzhaft ist.
Wenn Erwartungen für einen Moment wegfallen, entspannt sich etwas in mir. Mein Atem wird ruhiger, der Körper meldet sich, und die Gedanken werden langsamer.
Widerstand und Unruhe
Nicht immer fühlt sich Ruhe angenehm an. Es kommt vor, dass solche Momente Widerstand und Unruhe auslösen. Unser inneres Stresssystem ist oft auf Problemlösung und Erledigen gepolt und kann schwer abschalten. Ich habe mich manchmal erlebt, dass ich auf der Couch saß und endlich hätte entspannen können. Stattdessen bin ich aufgesprungen und habe mir das nächste To-Do gesucht.
Da wurde mir klar, dass es Zeit ist, etwas zu ändern. Im Außen und im Innen. In solchen Phasen habe ich mir immer Begleitung geholt. Dafür bin ich mir selbst dankbar. Man muss nicht alles allein schaffen.
Die Klarheit im Innehalten
Im Innehalten entsteht oft eine stille Form von Klarheit, wie ein inneres Wissen, das sich zeigt, wenn es Raum bekommt. Vielleicht ist es eine Grenze oder eine Sehnsucht. Vielleicht einfach das Bedürfnis, einen Moment nicht stark und cool sein zu müssen.
Raum für Sein ist eine Einladung, dieser inneren Bewegung Aufmerksamkeit zu schenken. Du hörst dir selbst wieder zu, um stimmiger weiterzugehen. Du wirst langsamer und doch irgendwie effektiver in dem, was du tust.
Kurzimpuls: Was geschieht, wenn nichts von dir erwartet wird?
Taucht Stille auf? Widerstand? Erleichterung? Freude? Was immer sich zeigt, ist ein Anfang.
Vielleicht magst du dir das Video anschauen und 3 tiefe Atemzüge nehmen. Einfach so.
Fazit: Der Weg zu mehr Verbundenheit
Raum für Sein ist nicht nur ein Konzept, sondern eine Lebensweise. Es geht darum, uns selbst wieder zuzuhören und die Verbindung zu uns zu stärken. In einer Welt, die ständig in Bewegung ist, ist es wichtig, Momente der Stille zu schaffen.
Wenn wir uns erlauben, innezuhalten, können wir die Kraft der inneren Stille entdecken. Es reicht oft ein Atemzug vor dem nächsten Wort, der nächsten Handlung. Aus dem Tun hin und wieder auszusteigen kann uns helfen, erfüllter und regenerativer zu leben und zu arbeiten. Wenn du Raum für Sein schaffst, lädtst du automatisch andere dazu ein. So wird er größer und größer....



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